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Gastbeitrag von Angelina

Author: am 23.06.2015 um 11:20
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Wir freuen uns, an dieser Stelle wieder einmal einen Gastbeitrag veröffentlichen zu können. Los geht’s:

Mein Name ist Angelina. Ich gehe noch zur Schule und mache nächsten Monat meinen Abschluss. Danach möchte ich eine Ausbildung zur Kinderpflegerin machen.

Am 10.12.1999 kam ich auf die Welt. In den ersten drei Monaten war ich gesund und munter. Doch auf einen Schlag veränderte sich mein Zustand. Meine Haut wurde gelb, mein Bauch füllte sich mit Wasser und meine Augen wurden gelb. Meine Mutter ging mit mir zum Arzt, der uns in die Klinik schickte. Bei mir wurde eine Gallengangatresie diagnostiziert, die zu Gelbsucht geführt hat. Meine Gallen waren kaputt. Das bedeutete, dass ich auf eine Lebertransplantation angewiesen war. Ich wurde auf die Warteliste für eine Leber gesetzt. Mit 10 Monaten half mir dann eine Lebendspende von meiner Mutter. Von ihr wurde mir ein „Splitt“ Leber transplantiert.[1] Nach einer kurzen Abstoßung lief alles gut.

Bis vor zwei Jahren! Ich bin morgens kollabiert und wurde mit einem Hämoglobin-Wert von 3,6 ins Krankenhaus eingeliefert. Normalerweise liegt der Wert des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin zwischen 12 und 16. Nachdem mein Zustand nach zwei Wochen wieder einigermaßen stabil war, wurde mir mitgeteilt, dass ich wieder gelistet werden muss. Die Ärzte meinten, meine Leber hält noch zwei bis drei Jahre, da es wieder Probleme mit meinen Gallen gibt.

Nun bin ich im dritten Jahr und habe mich vor einem Jahr entschlossen, einen Blog auf Facebook zu erstellen. Damit will ich erreichen, dass mehr Menschen sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen. Denn man weiß nie, ob man selbst mal auf einen Spender angewiesen ist.

[1] 2013 wurden in Deutschland insgesamt 970 Lebern transplantiert. 884 davon waren postmortale Spenden, 83 Lebendspenden und 3 Dominospenden. 1.534 Menschen befanden sich 2013 auf der Warteliste für eine Lebertransplantation.

Eine Antwort zu Gastbeitrag von Angelina

  1. Makarmi says:

    War auch vor Ort und kann dem nur beipflichten exretm schade, dass diese Kfcnstler nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie nun wahrlich verdient haben!

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