Warum entscheiden?

Es gibt viele verschiedene Gründe, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden und dies zu dokumentieren.

Die zwei am häufigsten genannten Gründe für eine Organspende sind:
1. Ich möchte damit nach meinem Tod anderen Menschen helfen.
2. Ich möchte selbst gerne eine lebensrettendes Organ erhalten, sollte ich einmal darauf angewiesen sein.

Für einige richtet sich die Entscheidung gegen eine Organspende, sei es aus persönlichen, religiösen oder sonstigen Gründen. Auch diese Entscheidungsweise ist eine heldenhafe, denn maßgeblich ist allein, seinen Standpunkt – im besten Falle in einem Organspendeausweis – festzulegen.

Aber auch ein anderer Beweggrund kann zu einer persönlichen Entscheidung für oder gegen eine Organspende führen:
Wenn Ihr einen Organspendeausweis ausgefüllt oder Eure Angehörigen über Euren Willen informiert habt, schützt Ihr sie davor, diese Entscheidung stellvertretend treffen zu müssen. Denn wenn man sich zu Lebzeiten nicht dafür oder dagegen entschieden hat und ein Hirntod diagnostiziert wird, müssen die Angehörigen über eine Organentnahme entscheiden. Gerade in dieser Situation fällt es den meisten Menschen aber schwer, diese Entscheidung im Sinne des oder der Verstorbenen zu treffen. Das ist sehr gut nachvollziehbar und sollte möglichst jedem erspart bleiben. In rund 70 Prozent der Fälle sind die Angehörigen bei der Entscheidung auf sich allein gestellt und müssen mit dem Zweifel leben, gegen den Willen des Angehörigen gehandelt zu haben.

Wir finden, dass die Entscheidung über Organspende selbstbestimmt und in Absprache mit Euren Familien getroffen werden sollte.

Deswegen ist für uns jeder ein Junger Held, der sich mit dem Thema auseinandersetzt und seinen Willen dokumentiert bzw. seinen Angehörigen mitteilt.

Denn entscheidend ist nur die Entscheidung!